Liccaratur-Blog

31.01.2026

Vom Stillhalten und vom leisen Neubeginn

Der Januar ist für uns als Independent Verlag und Autorenduo eine Zeit des Innehaltens. Wir drosseln bewusst das innere Tempo, sortieren Gedanken und Ideen – auch wenn Arbeit, Termine und To-do-Listen weiterlaufen.
Eis und Schnee zeigen heuer noch einmal die Kraft des Winters, während das leise Zwitschern der Vögel bereits Neues ankündigt. Bei meiner Großmutter stand der Christbaum bis zum 2. Februar – dann war Zeit für etwas Neues. Lichtmess markiert diesen Übergang bis heute für uns.
Lichtmess steht für das Licht, das langsam zurückkehrt. Der Winter ist noch da, aber sein Ende ist absehbar. Es ist ein Schwellenmoment – im Jahreskreis wie auch innerlich. Zeit für Bewusstwerdung, Neuordnung und Neuausrichtung.
In der christlichen Tradition wird Jesus an Lichtmess als Kind in den Tempel gebracht und als Licht zur Erleuchtung der Völker bezeichnet. Die Kerzenweihe macht dieses Bild sichtbar: ein Licht, das durch Dunkelheit, Angst und Zweifel trägt.
In alten Bauernregeln galt der Tag als Wendepunkt im landwirtschaftlichen Jahr. Energetisch beginnt das Leben wieder zu erwachen.
Traditionell war Lichtmess außerdem:
• das Ende der Weihnachtszeit
• der Beginn eines neuen Arbeits- und Wirtschaftsjahres
• ein Zeitpunkt für Neuordnung, Verträge und Entscheidungen
Symbolisch also ein Moment von Abschluss und Neuausrichtung. Kurz gesagt: Lichtmess ist das Fest des leisen, aber verlässlichen Neubeginns. Kein lauter Aufbruch – sondern das erste sichere Zeichen, dass das Licht zurückkehrt.
Auch für uns ist Lichtmess jedes Jahr ein Orientierungspunkt: Was darf gehen? Was braucht Geduld, um weiter wachsen zu können?
2026 wird wieder ein Jahr der Begegnungen. Lesungen, Stadtführungen und literarische Spaziergänge sind in Planung. Auch im Frühjahrssemester der VHS Landsberg läuft unser Cross-Art-Projekt mit dem Fotoclub Schongau weiter. Ein Projekt, das Wort und Bild in einen kreativen Dialog bringt. Die Ergebnisse können vom 13.06. – 05.07. im Foyer des Rathauses bewundert werden.
Bereits am 17.04. sind wir mit der Schreibwerkstatt dabei, wenn die Pop-up-Volkshochschule im Klostereck ihre Türen öffnet. Von 19:00 bis 21.00 Uhr können Sie erleben, wie ein Abend der Schreibwerkstatt abläuft und am Samstag runden Lesungen, Podiumsdiskussionen und Erfahrungsaustausch dieses Projekt ab.
Aber auch im Verlagsprogramm denken wir weiter: Die Idee eines Hörbuchs zu unserem Longseller „Der Baumeister von Landsberg“ wird geprüft. Und nachdem immer wieder Nachfragen zu unserem Kommissar Viertaler kommen: Ja, es gibt neue Ideen – ob und wann daraus ein weiterer Roman entsteht, wird sich zeigen. Bis dahin laden wir ein, in die bisherigen Krimis einzutauchen – falls das nicht ohnehin schon geschehen ist. Kleiner Hinweis für alle, die gern mit offenen Augen lesen: In „Täter Opfer Schuld“ wird im Fasching ein Priester in seiner eigenen Kirche ermordet. Zufall? Wir überlassen das Urteil wie immer unseren Leserinnen und Lesern.
Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr voller Geschichten, Begegnungen und neuer Projekte
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Admin - 15:17:22 @ Allgemein, Historische Romane, Kriminalromane, Schreibwerkstatt, Autorenleben | 2 Kommentare